Arbeiten

Bildungsarbeit und Seminar- und Gästebetrieb

Die Bildungsarbeit und der Betrieb der Seminar- und Gästehäuser bilden den Schwerpunkt unserer (Erwerbs-) Arbeit. Die Mönche sind als Referenten tätig, einige auch in der Verwaltung.

Und das Besondere der Bildungsarbeit in Nütschau ist zweifellos, dass sie in einem Benediktinerkloster stattfindet. Wir begreifen unsere Arbeit in starkem Maße als eine Form der Gastfreundschaft – als ein Teilnehmenlassen an unserem Leben, an unserem Gebet und an unserer Gemeinschaftserfahrung. Das bedeutet, dass wir auch die Fragen und Nöte unserer Gäste an uns heranlassen.

Bildungshaus St. Ansgar

Das Haus St. Ansgar ist vor allem für die christlichen Gemeinden in der Diözese Hamburg da. Es ist darüber hinaus offen für alle Menschen, die Besinnung, Begegnung oder Bildung suchen entsprechend dem christlichen Menschenbild und Werteverständnis.

Das Haus St. Ansgar ist ein Ort der Besinnung. Es möchte eine Atmosphäre bieten, in der man zur Ruhe kommen und zu sich finden kann. Es ist ein Ort, der die Menschen zentriert auf ihr geheimes Zentrum hin.

Das Haus St. Ansgar ist ein Ort der Begegnung. Es möchte einen Raum des Vertrauens und der Offenheit anbieten, in dem Menschen verschiedenen Alters, verschiedener Herkunft und verschiedenen Bekenntnisses sich in gegenseitiger Annahme und Wertschätzung begegnen und kennenlernen können.

Das Haus St. Ansgar ist ein Ort der Bildung. Es möchte ein Ort sein, an dem man Glauben erleben kann. Wenn wir das Erlebte miteinander teilen und reflektieren, kann es zur Glaubenserfahrung werden, die dem Leben Sinn eröffnet, Hoffnung und Maßstäbe für das persönliche Handeln gibt. Die Norm der Reflexion ist das christlich-abendländische Menschenbild, die Bibel und vor allem die Person Jesu Christi.

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Jugendhaus St. Benedikt

Jugendliche und junge Erwachsene sollen im Jugendhaus Raum bekommen, um mit den Mönchen in Kontakt zu treten und mit ihnen über das sprechen zu können, was sie bewegt. Sie sollen die Möglichkeit haben, den alternativen Lebensstil des Mönchtums kennenzulernen und – davon inspiriert – über ihr eigenes Suchen nach Gott und über den Sinn in ihrem Leben nachzudenken. Es soll ein Ort sein, an dem junge Menschen sich zurückziehen können, um Abstand zu ihrem, oft als stressig empfundenen und von Leistungsdruck geprägten, Alltag zu finden – ein Ort, der Stille und Ruhe ermöglicht.

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Männerarbeit Haus Raphael

Mit dem Haus Raphael bieten wir einen Ort für Männer, die eine spirituelle Wegbegleitung suchen. Der Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit Methoden der Initiatischen Therapie nach Dürckheim sowie mit Elementen aus der Schöpfungsspiritualität und der Visionssuche. Gleichzeitig bieten wir Männern, die zeitlich und beruflich belastet sind und/oder sich in Krisen befinden, die Möglichkeit im Raphaelshaus eine Auszeit zu nehmen. Der Rhythmus des Klosters bietet hierfür einen wohltuenden Rahmen. Die Arbeit im Haus Raphael findet in enger Kooperation mit dem Fachbereich Männer des Erzbistums Hamburg statt.

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Der »Stille Bereich«

Der »Stille Bereich« bietet Einzelgästen Raum, die für einige Tage Ruhe und Abstand vom Alltag wünschen und neue Kraft und Orientierung aus dem Glauben suchen. Ideal ist die unmittelbare Nähe zur Klosterkirche und die damit verbundene Möglichkeit zur Teilnahme am Stundengebet.
Regelmäßig werden hier auch Einzelexerzitien und Exerzitien in der Kleingruppe angeboten.

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Fotogalerie: Bildungsarbeit und Ikonenschreiben

Fotogalerie: Arbeiten in und mit der Natur

Ikonenschreiben: Kunst als Meditation

Seit 1986 schreibt Br. Ansgar Ikonen. Jahrelang hat er unter bedeutenden Lehrern die Kunst der Ikonografie gelernt.

Bei dieser Kunst steht nicht persönliches Gestalten und Entwerfen im Vordergrund. Der Künstler fügt sich in eine jahrhundertealte Tradition ein.

„Das Ikonenschreiben ist für mich eine Form von Meditation und Gebet.“ (Br. Ansgar)

Außerdem bedeutet das Ikonenschreiben im Kloster Nütschau auch eine ökumenische Verbindung zu den Kirchen des Ostens.

Br. Ansgar bietet regelmäßig Ikonenschreibkurse an.

Arbeiten in und mit der Natur

Bienen, Schafe, Wald und Streuobstwiese

Die Arbeit „mit den Händen“ bietet uns nicht nur einen willkommenen Ausgleich zu unserem Arbeitsschwerpunkt »Bildungsarbeit«, sondern lässt sich zugleich gut damit verbinden: Im Rahmen unseres Veranstaltungsangebotes Ora et Labora oder Heilfasten-Exerzitien, aber auch für Schulklassen, die den Gebets- und Arbeitsrhythmus des Klosters näher kennenlernen möchten, besteht die Möglichkeit, gemeinsam mit den Mönchen oder Mitarbeitern im Garten, in den Klosteranlagen und im Wald zu arbeiten.

Acker, Wald und Streuobstwiese

Zum Klosterbesitz gehören mehrere Acker- und Wiesenflächen, auf denen die Pächter ihre Highland-Rinder, Schafe und Wasserbüffel grasen lassen, sowie ein Wald, welchen wir selbst bewirtschaften. Mit dem Holz aus unserem Wald heizen wir das Kloster und das Jugendhaus. Neben dem Wald liegt auf dem Klostergelände noch unsere Streuobstwiese, auf welcher viele unterschiedliche und oft sehr alte Apfelsorten wachsen, wie z. B. Holsteiner Cox, Ingrid Marie und Boskoop. Im Herbst beginnt mit Hilfe vieler fleißiger Hände die Apfelernte. Während die gesunden und unbeschädigten Äpfel im Apfelkeller eingelagert werden, wird der Rest der Ernte zu Apfelsaft und Apfelwein für den eigenen Bedarf und den Gästebetrieb verarbeitet.

Schafe

Neben der Arbeit im Wald und auf der Streuobstwiese kümmern wir uns noch um die Betreuung unserer Tiere. So haben wir seit Juli 2014 eine kleine Schafherde weißer hornloser Heidschnucken, oft Moorschnucke genannt, eine Rasse, welche aufgrund ihrer geringen Wirtschaftlichkeit noch immer auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Haustierrassen steht. Das Fleisch der Moorschnucke ist relativ dunkel und hat mit seinem wildbretartigen Charakter keinen sehr intensiven Schafgeschmack.

Die genügsamen Schafe bringen dem Kloster zwar keinen direkten finanziellen Nutzen, aber mit ihrer beruhigenden Art sorgen sie immer wieder für Freude bei Mönchen und Gästen. Zudem dienen sie uns als natürlicher Rasenmäher auf den Wiesen rund ums Kloster. Wer die Schafhaltung unterstützen möchte oder Interesse an Schaferzeugnissen hat, wende sich gerne an Br. Elija.

Bienen

Neben den Schafen besitzt das Kloster noch mehrere Bienenvölker. Angefangen hat es im Jahre 2010 mit zwei Bienenvölkern, welche Bruder Leo geschenkt bekam. Heute sind es schon zwölf Völker mit 5000 – 40000 Bienen pro Volk. Aus den Bienenstöcken auf dem Friedhof schwärmen die fleißigen Tiere aus, um Nektar zu sammeln, aus dem anschließend in der eigenen Imkerei mit viel Handarbeit unser Klosterhonig hergestellt wird.

Stundengebet


(auch Breviergebet)
Tägliches, mehrmaliges, gemeinsames Gotteslob, das i.d.R. gesungen wird (Choral): Matutin, Laudes, Mittagsgebet, Vesper, Komplet.

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Exerzitien


(aus dem lat. exercitatio = Übung)
Geistliche “Übungen”, zu denen Stillschweigen, Zeiten der persönlichen Meditation, ein tägliches Begleitungsgespräch und die Feier der Sakramente gehören.
Den Inhalt des Exerzitienweges bilden das eigene Leben und Texte der Heiligen Schrift.
In ihrer klassischen Form von Ignatius von Loyola verbreitet, erfahren Exerzitien heute eine vielfältige Ausgestaltung als geistliche Wege in der Begegnung mit Gott.

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Br. Elija Pott

Gastbruder

geboren: 1973

Arbeitsschwerpunkte: geistliche Begleitung im „Stillen Bereich“; Einkehrtage; Lektorenschulung

Kontakt: E-Mail schreiben

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