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Rückschau:

Möge dein Jahr durch viele kleine Dinge groß werden!

So lautet ein irischer Segenswunsch in abgewandelter Form. Ich war so frei und habe Tag durch Jahr ersetzt, um zu beschreiben mit welchen Gefühlen ich meinen Freiwilligendienst hier heute beende.

Angefangen hat alles vor einem Jahr an einem sonnigen Augusttag: mit Sack und Pack bin ich hier am 30.08.2017 hier angereist und habe noch den Aufbruch meiner Vorgänger mitbekommen. Nach einem etwas holprigen Start mit Mary ins FSJ – relativ schnell stellte sich heraus, dass wir so unterschiedlich wie Feuer und Wasser waren, was viel Konfliktpotential bot – kehrte bald der Alltag hier ein. Obwohl, so richtig war es nie Alltag, es gab immer etwas Besonderes, das grad auf dem Zettel stand: sei es der Tag der offenen Klöster, der Betriebsausflug oder der nächste vorzubereitende Kurs.
So richtig haben Mary und ich es aber erst gegen Ende des FSJs geschafft, miteinander ergänzend im Team zu arbeiten, wir haben für uns gewissermaßen noch einmal das griechische Feuer erfunden.
Dafür funktionierte mein Zusammenleben mit Hagen umso besser, bereits in der ersten Woche stellten wir die Weichen für eine gute gemeinsame Haushaltsführung: die Vorratskammer des Franzihauses wurde in einer Dienstagnachmittagsaktion von potenziell lebend werdenden Dingen gereinigt. Dieser Optimierungswille zog sich durch das ganze Jahr. Allerdings bliebt es meistens beim Willen.
So ging das Jahr in unserer kleinen Freiwilligen-WG ganz geordnete Bahnen.
Durchbrochen wurde das nur durch die mal größeren, mal kleineren Jugendhauskurse, die für uns immer ein positiver Rahmen waren, um uns positiv aufzutanken.
Nun ist unser Jahr langsam ausgeplätschert. Erst ging Hagen und dann Mary, sodass ich mich letzte Woche wie der Letzte Mohikaner fühlte, bis Hagen beschloss, mich in meiner letzten Woche zu besuchen. Morgen werden wir also gemeinsam Nütschau verlassen.

Was nehme ich mit?

Nicht wie das Bild zeigt ganz viele Kisten, obwohl die wahrscheinlich auch ganz nützlich wären. Stattdessen werde ich mich an die vielen kleinen Momente – bei unseren Kursen war ich immer zu sehr im Orgamodus – erinnern, die Abende im Franzihaus, die Begegnungen im und um das Jugendhaus und natürlich die vielen Gespräche, die häufig ganz spontan entstanden sind: ich wollte nur “kurz” im Jugendhaus noch einmal nach dem Rechten sehen und schon war es halb zwei oder ich wollte “kurz” im HSA noch nach verstreuten Teilnehmern am Ostermontag suchen und schon war es halb zwölf.
Schließlich gehe ich auch mit einer großen Dankbarkeit.

Danke für die Gemeinschaft.
Danke für die Musik.
Danke für das Zusammenleben.
Danke für die Gespräche.

Danke, dass ich hier sein und mich ein Jahr engagieren durfte.

Heute steige ich in den Zug und fahre zurück ins Westmünsterland, dann ist das Jahr für mich vorbei und zwei andere junge Menschen werden hier ein Jahr leben und arbeiten. Meinen Nachfolgern wünsche ich eine gute Zeit:

Möge euer Jahr groß und einzigartig werden!


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Autor*in


Burkhard

Burkhard

Seit dem 01.09.2017 ist Burkhard als jüngster FSJ’ler im Jugendhaus St.Benedikt tätig.

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Burkhard

Burkhard

Seit dem 01.09.2017 ist Burkhard als jüngster FSJ’ler im Jugendhaus St.Benedikt tätig.

Name: Burkhard Renken

Funktion: FSJ‘ler

Ursprünglich aus: Stadtlohn im Westmünsterland

Geboren: 23.03.2000

Jugendhausmitarbeiter seit: 01.09.2017

Bisherige Laufbahn: Abitur 2017, davor eine ganz normale Schullaufbahn

Zukunftspläne: studieren und die Welt entdecken

Interessen: Musik machen, lesen

Auf eine einsame Insel würde er mitnehmen: meine Geige, einen Mitmusikanten

Nächste(s) Reiseziel(e): Wien, Skandinavien

Merkwürdige Angewohnheiten: neigt zu Übertreibungen und komischen Vergleichen