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Rückschau:

Hinführung zum kontemplativen Gebet

In der Kontemplation geht es darum, das Wirken Gottes in uns und unserem Leben wahrzunehmen. Doch was genau heißt das und wie funktioniert es? Um dies herauszufinden, haben sich vier Tage lang zwölf Frauen und Männer gemeinsam auf den Weg gemacht, um den kontemplativen Gebetsweg nach Franz Jalics SJ kennenzulernen. Eine Zeit geprägt von durchgängigem Schweigen, Naturwahrnehmungen und Sitzen in der Stille.

Für vier Tage machten sich zwölf Frauen und Männer gemeinsam auf den Weg, um unter Anleitung von Katharina Prinz und Br. Johannes den kontemplativen Gebetsweg nach Franz Jalics SJ kennenzulernen. In der Kontemplation geht es darum, das Wirken Gottes in uns und unserem Leben wahrzunehmen. Um ganz auf sein Inneres achten zu können, muss man jedoch zunächst einmal innerlich und äußerlich zur Ruhe kommen. Eine wichtige Grundlage hierfür ist das gemeinsame Schweigen. Hierzu gehört jedoch nicht nur schweigend zu essen und auch sonst nicht miteinander zu reden. Vielmehr soll man durch nichts abgelenkt werden. Das heißt auch ein Wochenende kein Handy, nicht lesen, keine Musik hören. Für viele zunächst einmal eine große Herausforderung.

Kontemplation in der Natur Der Weg nach Franz Jalics führt über mehrere Schritte zu einer bewussten Wahrnehmung und einem einfachen Da-Sein vor Gott. Den Beginn machte ein langer Spaziergang in der Natur. Diese in ihrer Gesamtheit, ihre Farben, Geräusche und Gerüche, einfach nur wahrzunehmen und nicht zu analysieren oder zu bewerten. Die einzelnen Meditationseinheiten begannen mit dem Körpergebet „Hagios o’Theos“. Anschließend wurde mehrere Stunden täglich in der Stille gesessen, wobei jeweils nach einem halben Tag ein weiteres Element hinzukam auf welches man seine Aufmerksamkeit richten sollte. Von der bewussten Wahrnehmung der einzelnen Stellen im Körper, ging es über den Atem zu den Handinnenflächen. Den Abschluss bildete das Gebet mit dem Namen Jesus Christus, wodurch sich der Betende ganz auf diesen ausrichtet. Die restliche Zeit des Nicht-Sitzens wurde für ein Einzelgespräch oder lange Spaziergänge bei strahlendem Sonnenschein genutzt. Den Tag beschloss jeweils eine kurze Austauschrunde über die eigenen Erfahrungen während der Meditation und die anschließende Komplet.

Nach der Sonntagsmesse wurde das Schweigen gebrochen und sich ein letztes Mal über die Erfahrungen während der Meditation und des Schweigens ausgetauscht. Alle Teilnehmer stellten fest, dass ein paar Tage im Schweigen und Meditieren sehr entschleunigend sind und ihnen die Zeit ohne Termine und Handy sehr gut getan hat. Am Ende waren sich alle einig, dass es sehr erfahrungsbringende und gute Tage waren. Nun heißt es das Erfahrene und Gelernte im Alltag weiterzuführen und einzubauen.


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