Aktuell:
Wir sind angekommen – Sieben Monate im neuen Haus
Seit Sieben Monaten ist der Neubau unseres Jugendhauses in Nutzung. Es hat sich in dieser Zeit von einem neuen Gebäude zu einem Haus voller Leben gewandelt.
„Und der Baum ist auch wirklich echt?“
Seit Ende Juni 2025 hören wir diese Frage jede Woche, sobald Gäste zum ersten Mal das neue Jugendhaus betreten. Wenn diese wichtige Frage mit „Ja“ geklärt worden ist, beginnt das Umsehen und Staunen. Die Blicke gehen nach oben zur hohen und imposanten Decke des Eingangsbereiches und durch die große Glasfront zu den friedlichen Kühen hinter dem Neubau. Als „Paradies“ wurde der Eingangsbereich benannt, und diese Bezeichnung trifft definitiv zu. „Hier will ich einziehen!“ oder „Es ist hier sogar schöner als im Hotel.“ hören wir von vielen Gruppen. So geht es nicht nur den Gästen, sondern auch wir im Team fühlen uns im neuen Haus sehr wohl. Es ist spannend zu beobachten, wie sich das Haus entwickelt. Jede Gruppe bringt Leben in das neue Gebäude und verdrängt das Sterile, Ungewohnte.
Zu beobachten ist ein Prozess, denn so ein Haus ist nicht von dem einen auf den anderen Moment perfekt. Es braucht Zeit und viele Provisorien, doch mehr und mehr entstehen Gewohnheit und Beständiges: Unsere provisorische Küche ist einer hervorragenden Teeküche gewichen, genau wie die provisorische Büroeinrichtung zwei ordentlichen Arbeitsplätzen. Inzwischen gibt es in den Zimmern Schränke, in denen die Jugendlichen ihre Sachen unterbringen können. Und auch der Rasen um das Jugendhaus herum wurde jeden Tag grüner, bis er im Moment von einer glitzernden Schneeschicht bedeckt ist.
Ein Highlight nach der offiziellen Eröffnung im Juli war unsere Ora et Labora – Veranstaltung im Oktober – die erste Offene Veranstaltung im Neubau. Das Haus wurde in allen Ecken getestet; schließlich waren einige Jugendliche dabei, die schon viel Zeit im alten Haus verbracht haben, in dem viele Erinnerungen entstanden sind.
Der Gedanke, dieses Haus nun so leer und ungenutzt zusehen, war zunächst abschreckend, doch das neue Haus hat seinen Test bestanden und wurde sofort akzeptiert und geschätzt. Auch die „Zwischen den Jahren“ – Veranstaltung war ein voller Erfolg und die verschiedenen Räume wurden von den Teilnehmenden in ihrer Funktion geprüft: Ob zum inhaltlichen Arbeiten, Meditieren, Malen und Basteln, Filme schauen, Beisammensitzen oder Tanzen – für alles fand sich ein geeigneter Platz.
Nun wurden also auch die ersten Erinnerungen im neuen Haus gemacht und wir freuen uns, dass außerdem Gruppen aus katholischen und evangelischen Gemeinden, Schulen, Vereinen und viele andere dieses Haus gestalten und mit Leben füllen.
Eindrücke aus den vergangenen Monaten
Zurück
Autor*in
Nora Hidding (Freiwillige im Jugendhaus St. Benedikt)