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Rückschau:

Rückblick Ostern 2019

“Jetzt haben wir eine lebendige Hoffnung” – das Thema der diesjährigen Kar- und Ostertage im Kloster Nütschau. Wir haben eine intensive Zeit erlebt, haben geschwiegen und diskutiert, gesungen und getanzt, getrauert und gefeiert. Nun blicken wir zurück und teilen mit euch die schönsten Eindrücke und Erlebnisse. Viel Spaß beim Lesen!



Christus ist auferstanden! Das durften wir mit fast 40 Jugendlichen, 90 Kindern und Erwachsenen im Haus Sankt Ansgar und der Gemeinschaft der Mönche feiern. Doch nicht nur die Freude über die lebendige Hoffnung erfüllt uns, sondern auch der Nachwuchs – im Jugendhaus und im Konvent. Br. Simon (links) ist seit Pfingsten 2018 Novize. Im Konvent ist er mit 28 Jahren der jüngste Mönch in Nütschau und mit Sicherheit eine Hoffnung für das nördliche Kloster. Und auch wir im Jugendhaus durften uns über Nachwuchs freuen. Eine ehemalige Freiwillige kam Ostern mit ihrem Baby zu Besuch und wie sich unschwer erkennen lässt, hat auch Br. Johannes sich sehr darüber gefreut.

Nun aber wieder zurück zum Kurs.
Der Osterkurs startete am Mittwoch mit dem gemeinsamen Abendessen, welches Zeit für einen ersten Austausch und Freunde wiedertreffen bot. Danach spielten wir Kennenlernspiele, sangen die ersten Lieder und erklärten den Ablauf der Kar- und Ostertage in Nütschau. “Wir werden viel Zeit in der Kirche verbringen”, bemerkten einige sofort. Und auch ich war gespannt, denn die Kar- und Ostertage vollständig mitzuerleben, war auch für mich neu.

Der Gründonnerstag begann mit einem Morgenimpuls, in dem wir miteinander ein Fladenbrot teilten und uns somit auf den Tag und das letzte Abendmahl einstellten. Nach dem anschließenden Frühstück teilte sich die Gruppe auf und erarbeitete einige biblischen Ereignisse der Karwoche. Die Fußwaschung, der Verrat durch Judas, die Verleugnung durch Petrus und die Eucharistie sollten die Teilnehmer nun genauer hinsichtlich der Hoffnung und Hoffnungslosigkeit in dieser Situation analysieren. Als sie am Nachmittag ihre Ergebnisse kreativ präsentierten, stellten wir fest, dass sowohl Hoffnung als auch Hoffnungslosigkeit in jeder Situation vorhanden ist, je nachdem welche Rolle man einnimmt.

Um 17 Uhr fand der erste große Gottesdienst in der Klosterkirche statt. In Nütschau gibt es die Möglichkeit, dass jeder an der Fußwaschung, die Br. Johannes als Prior durchführt, teilhaben kann.
Nach dem Gottesdienst haben wir mit allen Gästen im großen Speisesaal feierlich zu Abend gegessen und dabei auch einen Wein genießen dürfen. Später fand noch der von David und mir gestaltete Ölberggang und die Ölbergstunde, die das Jugendhaus vorbereitet hatte, statt.


Am Karfreitag verbrachten wir die Zeit vom Morgenimpuls, bis zum Abendbrot im Schweigen. Das war gar nicht so leicht, denn der Kreuzweg, der um 19 Uhr stattfand, musste vorbereitet werden.

Vorher, um 15 Uhr, erlebten wir den Karfreitagsgottesdienst, der durch die Kreuzverehrung und die traurige Stimmung sehr emotional war.

Dieses Jahr hatten wir uns überlegt, die sieben letzten Worte Jesu als Stationen für den Kreuzweg zu nehmen. Schnell fanden sich Kleingruppen und die Teilnehmer bereiteten ihre Stationen vor.

Doch die Aufgabe war nicht nur, den Kreuzweg nach den sieben letzten Worten zu gestalten, sondern auch hinsichtlich der Hoffnung oder Hoffnungslosigkeit des Wortes zu präsentieren.
Ob ihre Gedanken, ein Lied oder eine kleine Aktion – der Kreuzweg wurde sehr kreativ gestaltet.

So konnten insgesamt ca. 150 Teilnehmer aus dem Haus St. Ansgar, dem Jugendhaus und andere Besucher daran teilnehmen.

Am Karsamstagmorgen gab es fünf Workshops, unter anderem einen von Br. Gregor, der den Jugendlichen die Meditation näher brachte. Ein anderer Workshop stand unter dem Motto “JuSt.Talk”, der die Möglichkeit zum Austausch mit einem Mönch bot.
Der Nachmittag bestand hauptsächlich daraus, alles für die Osternacht vorzubereiten – Kerzen gestalten, Chorproben, Eier färben, Brot backen und Osterlesungen mit Frau Otte üben.
Schneller als erwartet, war es dann auch soweit und die Osternacht begann draußen am Feuer. Mit der entzündete Osterkerze zogen wir in die zunächst dunkle Kirche, die nach und nach durch viele kleine mitgebrachte Kerzen erhellt wurde. Nach dem Wortgottesdienst, folgte die Tauferneuerung und die Eucharistiefeier. Als die Osternachtsmesse vorbei war, feierten wir im Haus St. Ansgar mit Brot und Wein bis zum nächsten Morgen.
Beim Brunch am Sonntag waren dementsprechend alle etwas müde, aber den Osterspaziergang wollte keiner verpassen, da der Osterhase ein paar Süßigkeiten für uns versteckt hatte.
Später bereiteten wir das Osterfeuer im Jugendhausgarten vor und genossen den Abend am Lagerfeuer mit Gitarre und heißem Apfelsaft.

Nach den vielen Chorproben während des Kurs, war es am Ostermontag endlich soweit und wir begleiteten den Gottesdienst musikalisch. Diese tolle Stimmung, die dadurch entstand, konnten alle sicherlich mit in den Tag und auch mit nach Hause nehmen. Denn schon war der Kurs wieder vorbei und es war Zeit, Sachen zu packen und aufzuräumen.

Der Kurs endete nach sehr intensiven und erlebnisreichen Tagen, die wir in Gemeinschaft verbrachten.
Wir gingen mit der Hoffnung auseinander, uns bald wiederzusehen, mit der Freude darüber, dass wir eine lebendige Hoffnung haben, und mit dem Gedanken, dass Nütschau uns allen immer wieder ein Ort der Hoffnung sein wird, wenn wir einmal hoffnungslos sind.


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Autor*in


Finja

Finja

Finja arbeitet seit dem 01.09.2018 als FSJ’lerin bei uns im Jugendhaus.

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Finja

Finja

Finja arbeitet seit dem 01.09.2018 als FSJ’lerin bei uns im Jugendhaus.

Name: Finja Barkmeyer

Funktion: FSJ’lerin

Ursprünglich aus: Eutin

Geboren: am 25. März 2000

FSJ´lerin im Kloster und Franzihausmitbewohnerin: seit dem 1. September 2018

Bisherige Laufbahn: Abi 2018

Zukunftspläne: studieren, wahrscheinlich soziale Arbeit

Interessen: Musik hören, tanzen, lesen

Auf eine einsame Insel würde sie mitnehmen: meine Ukulele, meine beste Freundin und ganz viele Bücher

Nächste(s) Reiseziel(e): ich möchte unbedingt nach Neuseeland, aber dafür brauche ich erstmal Geld

Merkwürdige Angewohnheiten: ich fange oft an zu singen und zu pfeifen und merke es nicht; ich korrigiere gerne jeden, der falsche Grammatik benutzt.