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Rückschau:

Goldene Profess von Br. Willibrord

Am 13. August 2017 feierten wir die Goldene Profess von Br. Willibrord. Im Anschluß an den feierlichen Gottesdienst mit der Professerneuerung, gab es noch einen Empfang und ein gemeinsames Mittagessen mit allen Gästen.

Der Weg der Berufung beginnt meist mit der Frage nach dem “Mehr”. Da ist noch etwas im eigenen Leben was von woanders zu kommen scheint. Das kann Faszination und auch Angst auslösen. Das Wechselspiel von Zweifel und Interesse ergeben ein stürmisches Durcheinander. Wenn man sich dann nicht von diesem Unbekannten abwendet und das, was neu auf einen zukommen will nicht ignoriert, kann Entwicklung geschehen. Ich höre hin. Ich vernehme ein Angesprochensein: „Hab Vertrauen. Keine Angst, Ich bin es.“ Das „Komm“ zu hören, wie Petrus es vernimmt, ist ein Geschenk. Vergangenen Sonntag haben wir gemeinsam dafür gedankt, dass Br. Willibrord dieses „Komm“ gehört hat und vor über 50 Jahren diesen Sprung gewagt hat.

Feierlicher Gottesdienst zur Goldenen Profess von Br. Willibrord

Professerneuerung

“Suscipe me”: “nimm mich auf, oh Herr und ich werde leben!” Diese Worte spricht der Mönch bei seiner Profess. Diese Worte und die entsprechende Haltung dazu weisen ins Zentrum des Mönchtums: das Bewusstsein, dass alles von Gott abhängt, der Verzicht auf das Klammern an eigenes Können, an die eigenen Pläne und Vorstellungen. Das Ausstrecken meiner Hände, meines ganzen Lebens auf Christus hin. Und das Vertrauen, dass genau in dieser Haltung Leben geschenkt wird; dass Lebendigkeit und Freude wachsen werden.

Ein weiteres Gelübde ist die “stabilitas”. Es ist mehr als die Bindung an ein bestimmtes Kloster. Vielmehr soll es uns auch daran erinnern beständig zu bleiben und auch in schwierigen Zeiten dran zu bleiben. Nicht locker zu lassen, die Hand weiter ausstrecken, sich wieder und wieder hin zu kehren zur Gegenwart Gottes, auch wenn ich sie nicht erfahre, nicht wahrnehme – dennoch hinhorchen.
Sich immer weiter und immer wieder neu auszurichten auf Christus. Das meint die “conversatio morum”, der klösterliche Lebenswandel: jeden Tag neu uns in die Barmherzigkeit Gottes zu stellen, jeden Tag einzuüben, sich selbst und seine Sorgen nicht zu wichtig zu nehmen, der Gemeinschaft zu dienen. Sich von den Wellen und dem Wind wegdrehen und auf Christus zu schauen, der Ruhe und Friede ist und diese schenken kann.

Predigt von Br. Prior Johannes

Empfang im Haus St. Ansgar

Diese Gedanken über Mönchtum und Gelübde legte Br. Prior Johannes in seiner Predigt aus. Dann erneuerte Br. Willibrord seine Profess und gab sich und sein Leben durch sein “suscipe me” Gott hin. Im Anschluß an den feierlichen Gottesdienst wurde im Haus St. Ansgar mit allen Gästen bei einem Empfang weiter gefeiert, bei welchem in verschiedenen Reden und musikalischen Beiträgen auf Br. Willibrords Leben und Wirken als Mönch zurück geblickt wurde. Den Abschluß dieses wunderbaren Tages bildete das gemeinsame Mittagessen.

Wir sind dankbar für die Berufung von Br. Willibrord. Möge er noch viele weitere Jahre bei uns im Kloster Nütschau wirken.


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Predigt von Br. Prior Johannes

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