Tischlesung:
Brotbrechen. Glauben mit den Emmausjüngern
Dieses Buch von Hubert Frankemölle enthält einen Rückblick in die Anfangs- und Frühzeit der christlichen Kirche und eine Vision für ihre Zukunft. Hubert Frankemölle, Dr. theol., geb. 1939, ist emeritierter Professor für Exegese des Neuen Testaments an der Universität Paderborn.
Ein frühchristliches Ritual als Weg aus der KriseDie Krise der Kirchen in Westeuropa ist begründet in einer Krise der Sprache und der Liturgie. Christen können nicht mehr nachvollziehen, was die Kirchen in den Ritualen feiern. Die deutlich abnehmende Zahl der Gottesdienstbesucher ist unübersehbar. Die aus dem Mittelalter stammende Form der lateinischen »Messe« und der damit verbundene Opfer-Gedanke ist nicht mehr mit der Lebenswelt der Menschen verbunden, sagt ihnen nichts mehr.
»Brotbrechen« in Weiterführung der Praxis Jesu war in den Gemeinden des Evangelisten Lukas und über Jahrhunderte in katholischen Kirchen des Ostens die übliche Form der »Eucharistie« (Danksagung). Die Vielfalt der Rituale in den ersten Jahrhunderten und »Brotbrechen« als Ursymbol menschlicher Gemeinschaft sollten als Chance in der aktuellen Krise verstanden werden. Dieses Buch enthält somit einen Rückblick in die Anfangs- und Frühzeit der christlichen Kirche und eine Vision für ihre Zukunft.
Quelle: Herder Verlag
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Über den Autor
Br. Bonifatius
Seit August 2019 ist Bruder Bonifatius hier im Kloster Nütschau. Zurzeit ist er im Haus St. Ansgar und seit diesem Dezember auch im Jugendhaus St. Benedikt als Bildungsreferent tätig.