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Rückschau:

Bericht aus dem Jahr 2007

Aus dem Inhalt: Aus dem Konvent / Einrichtung des Herrenhauses / Buchpräsentation der Chronik „Gut Nütschau / Gestaltung der Außenanlagen / Eine neue Orgel / Haus St. Ansgar / Aus dem Jugendhaus St. Benedikt / Wandern und Pilgern / Erzbistum / Beuroner Benediktinerkongregation / Unsere Oblaten / Freunde und Nachbarn

KLOSTER NÜTSCHAU – BENEDIKTINERPRIORAT ST. ANSGAR Bericht aus dem Jahr 2007

Aus dem Konvent
In den Konventexerzitien zu Beginn des Jahres begleitete uns Christoph Gerling vom Benediktshof in Münster-Handorf. Ausgehend von einer biblischen Imagination, malte jeder von uns das in ihm entstandene Bild, worüber wir anschließend in einen fruchtbaren Austausch kamen. Für Interessierte bot er am Nachmittag eine Einführung ins meditative Bogenschießen an.
Über die Feier der Kar- und Osterliturgie stellten wir das Wort: ‘Im Dunkel unserer Nacht entzünde das Feuer, das nie mehr erlischt.’ Dieser Taizégesang klang lange in uns nach und begleitete uns durch die Osterzeit und darüber hinaus.
Als einen zweiten Höhepunkt der Osterzeit feierten wir am Sonntag, den 29. April die Ewige Profess unseres Br. Johannes Tebbe. Weihbischof Heinrich Timmerevers, viele Menschen aus seiner Heimatgemeinde in Vechta, aus seiner großen Familie und seinem Freundeskreis waren gekommen und teilten mit uns die Freude dieses wunderbaren Tages.
Am 16. April gedachten wir des 80. Geburtstags von Papst Benedikt XVI., der auch der Geburtstag unserer Brüder Heribert, Ansgar und Elija ist.

Am Fest Kreuzerhöhung begingen Br. Gaudentius und Br. Burkhard ihr Goldenes Priesterjubiläum. P. Subprior Robert und P. Thomas von Gerleve feierten das Fest mit uns. Auch der älteste Priester des Ermlandes, der Heimat von Br. Gaudentius, Pfarrer Paul Schäferhoff, konnte die hl. Messe mit uns feiern. Da Br. Burkhard aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Nütschau kommen konnte, erfreuten Br. Leo und Br. Gaudentius ihn und die Marienroder Mitschwestern anschließend mit einem Besuch.
Bruder Leo und Bruder Matthäus feierten mit Abt Albert von Kornelimünster am 28. August ihren 40. Priesterweihetag in Gerleve.
Unsere jungen Brüder besuchten mehrere Juniorats- und Noviziats-Werkwochen, darunter eine über ‚Geistliche Freundschaft’ in Marienrode. Im Sommer ist Bruder Franziskus Hamernik zu uns gekommen. Er setzt bei uns das Noviziat fort, das er in Beuron begonnen hatte. Bruder Elija beendete eine Fortbildung zur ‘Psychologie für die Seelsorge’ und ließ sich im Oktober in Herstelle von Schwester Gemma in die Kunst des Töpferns einführen. Bruder Wolfgang nahm an einem Kurs in der Forstschule Bad Segeberg teil. Bruder Heribert konnte an einer Wallfahrt nach Lourdes teilnehmen.
Einzelne Brüder benötigten eine stationäre Krankenhausbehandlung. Bruder Willibald erhielt nach einem Herzinfarkt schnelle Hilfe in der Asklepiosklinik Bad Oldesloe und in der Herzklinik Bad Segeberg; er kehrte nach der Rehabilitation gestärkt nach Hause zurück. Wir sind den Ärzten, Schwestern und Pflegern sehr dankbar für ihre Dienste an unseren Brüdern.

In der Ämtererneuerung legte unser Prior Br. Leo die Dienste innerhalb der Gemeinschaft neu fest. Subprior ist Br. Willibrord, Cellerar Br. Godehard und Br. Rimbert sein Stellvertreter. Br. Leo dankte Br. Rimbert für seinen langjährigen Dienst in diesem verantwortungsvollen Amt, das er seit 1973 getragen hat. Das Noviziat leitet Br. Ansgar. Für die hausmeisterlichen Angelegenheiten im Kloster ist Br. Josef zuständig. Br. Ansgar und Br. Josef übernehmen den Dienst an den Kranken. Oblatenrektor ist Br. Willibrord; Br. Gaudentius unterstützt ihn im Dienst an älteren Oblaten. Br. Willibrord leitet das Haus St. Ansgar, in der Organisation unterstützt von Br. Heribert und Br. Josef. Den Dienst im Stillen Bereich teilen sich Br. Gregor, Br. Elija und Schwester Hildegard. Als Leiter des Jugendhauses St. Benedikt erfährt Br. Johannes in den Kursen Unterstützung durch Br. Elija. Die Sorge für den Gottesdienst tragen Br. Heribert und Br. Godehard als Zeremoniare, als Sakristane Br. Andreas und Br. Godehard. Den Dienst des Kantors teilen sich Br. Willibald, Br. Matthäus, Br. Willibrord, Br. Elija und Br. Johannes. – Für den weiteren Aufbau der Bibliothek wurde das Team Dr. Voswinckel, Br. Gregor, Br. Matthäus und Br. Godehard bestimmt. Archivar und Chronist ist Br. Gaudentius. Verantwortung für das Refektorium und den Apfelkeller trägt Br. Andreas; für Wald und Anlagen sind Br. Leo und Br. Wolfgang zuständig, wobei Br. Wolfgang für die Holzheizung im Kloster Sorge trägt. Diese Aufzählung will eine Übersicht über die klösterlichen Dienste geben, sie ist nicht vollständig.

Einrichtung des Herrenhauses
Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten im Herbst 2006 – mittlerweile mit dem Preis des BDA, des Bundes Deutscher Architekten für Schleswig-Holstein, ausgezeichnet – birgt das Herrenhaus nun die Gemeinschaftsräume des Klosters: Kapitelsaal, Rekreationsraum und das repräsentative Mittelzimmer, in dem der restaurierte Flügel, ein Geschenk der Familie unseres verstorbenen P. Athanasius Kröger aus Hamburg, wieder seinen Platz bekommen hat. Der Raum der ersten Nütschauer Kapelle ist als Oratorium provisorisch eingerichtet.
Seit Februar ist Dr. Peter Voswinckel bei uns und nimmt sich sehr engagiert und mit großem Sachverstand der Wiederaufstellung der Bibliothek an. In der neu entstandenen Präsenzbibliothek sind drei Arbeitsplätze eingerichtet worden. Auf Anregung von Dr. Voswinckel, der sich seit Jahren mit den Lübecker Märtyrern befasst hat, ist auch eine kleine Sonderabteilung ‘Märtyrer im Dritten Reich’ entstanden. Während der Bauzeit war das Magazin mit ca. 30.000 Bänden nicht zugänglich und musste jetzt renoviert werden. Dazu wurden die Bücher vorübergehend ausgelagert. All diese Arbeiten sind in vollem Gange. Wir freuen uns sehr über die neuen Möglichkeiten der Bibliotheksnutzung.

Buchpräsentation der Chronik „Gut Nütschau“
Der 26. März war ein festlicher Tag für das erneuerte Herrenhaus und die Bibliothek. Der Wachholtz Verlag Neumünster präsentierte das Buch ‘Gut Nütschau – Vom Rittersitz zum Benediktinerkloster’ (428 Seiten, 217 Abbildungen).
Frau Marianne Dräger, die selbst lange im sog. Kavalierhaus in Nütschau lebte, hat dieses Werk zusammen mit dem Wachholtz Verlag herausgegeben. Der Historiker Hans-Werner Rickert hat die Chronik des Gutes Nütschau in sorgfältiger Recherche erarbeitet. – Bruder Prior Leo konnte mit Frau Marianne auch ihre Mutter Lisa Dräger und ihre Geschwister Theo und Johanna begrüßen, sodann Herrn Bürgermeister Peter Lengfeld und Kreisbaudirektor Burkhard von Hennigs. Er dankte Frau Marianne Dräger und dem Autor Hans-Werner Rickert: „Wir sind Ihnen sehr dankbar, dass von Ihnen die Initiative ausgegangen ist, eine Chronik des Gutes Nütschau herauszugeben. Wir freuen uns, dass wir durch dieses schön gestaltete und reich illustrierte Buch unser geschichtliches Erbe noch besser kennen lernen dürfen.“ Die Chronik beginnt nach einer Einführung in die Vorgeschichte mit der Urkunde des Jahres 1243, in der zum ersten Mal Nütschau genannt wird und führt von Hinrich Rantzau, dem Erbauer des adeligen Gutes Nütschau, bis in die Gegenwart. Den Abschnitt über das Kloster hat Br. Gaudentius geschrieben.

Gestaltung der Außenanlagen
Bereits im November 2006 hatten die Vorarbeiten zur Erneuerung der Außenanlagen begonnen. Professor Manfred Köhler und Frau Dr. Margita Meyer vom Landesamt für Denkmalpflege führten mit 30 Studenten und Absolventen des Studiengangs ‘Landschaftsarchitektur und Umweltplanung’ der Hochschule Neubrandenburg einen Park-Workshop durch. Im Park wurden selbst gesäte Bäume und Sträucher entfernt. Nun öffnet sich vom Herrenhaus der Blick über eine weite Grünfläche auf den Klosterpark und lässt die Schönheit des vor Jahrhunderten angelegten Parks und seiner Wege ahnen.

In diesem Jahr folgte die umfassende Neugestaltung vor allem des Vorplatzes. Dank der Förderung durch EU-Mittel konnten wir im August damit beginnen. Der Entwurf des Landschaftsarchitekten Holger Muhs und die Ausführung durch die Kieler Gartenbau-Firma Hinz greifen das historische Vorbild des ehemaligen Gutshofes auf. Jahrhundertelang war Nütschau ein bewirtschaftetes Gut, Stallungen säumten die Längsseiten des Hofes. Die in zwei Reihen gepflanzten Wildbirnen markieren die ehemaligen Gebäudefluchten und sie lenken den Blick auf das denkmalgeschützte Herrenhaus. Rasenflächen und Wege sind neu erstanden. Der 4 m breite und auch für Feuerwehr befahrbare Rundweg ist mit einer sandfarbenen Deckschicht belegt. Unsere von außen eher unscheinbar wirkende Kirche erhielt durch die Umrahmung eines breiten Kieselstreifens mit Buchsbaumbegrenzung eine stärkerer Betonung. Der quadratische kleine Vorhof ist durch eine graue Pflasterung und Seitenbepflanzung aufgewertet. Auch auf der Südseite des Klosters sind die Rasenflächen erneuert und für die Feuerwehr befahrbar gemacht. Ein gepflasterter, rollstuhlgerecht angelegter Weg entlang des Konventgebäudes wird begrenzt von einem schönen Pflanzstreifen aus Lavendel und Heiligenkraut.

Eine neue Orgel
Der Herbst hielt für unsere Klostergemeinschaft noch eine Überraschung bereit. Durch Vermittlung von Prof. Matthias Kreuels – einem Neffen unseres vor zehn Jahren verstorbenen P. Matthias – konnten wir eine kostbare, zweimanualige von Johannes Rohlf gebaute Pfeifenorgel erwerben. Die Orgel stammt aus der aufgelösten Aachener Musikhochschule und wurde uns zu einem stark reduzierten Preis angeboten. Beim Erwerb dieser Orgel haben uns viele Freunde geholfen, materiell und ideell.
Am Sonntag, dem 30. September, wurde unter Leitung von Erzbischof Dr. Werner Thissen, dem die würdige Feier der Liturgie in Nütschau ein Herzensanliegen ist, die Orgel im Rahmen einer Vesper festlich geweiht. Die musikalische Gestaltung dieses Gottesdienstes lag in den Händen von Kantor Norbert Hoppermann, Hamburg, und unserer Organistin Dr. Christiane Drechsler und ihren Musikern. In seinem Dank am Schluss der Orgelweihe zitierte Br. Matthäus aus einem Hirtenbrief von Kardinal Martini, seinem Lehrer: “Es ist in unserer ernüchterten Epoche nicht damit getan, von Gerechtigkeit, von Pflichten, vom Gemeinwohl, von Pastoralprogrammen, von Forderungen des Evangeliums zu reden. Wir müssen die Schönheit dessen, was wahr und richtig im Leben ist, ausstrahlen; denn nur diese Schönheit kann Menschen innerlich erfassen und auf Gott ausrichten. Kurz: Es geht darum, zu verstehen, was Petrus vor dem verklärten Christus aufgegangen ist: ‚Herr, es ist schön, dass wir hier sind!’ (Mt 17,4)“.
Rechtzeitig zu diesem Orgelweihesonntag wurden die Zufahrtswege zu Kloster und Kirche freigegeben. Wir spürten: Unser Kloster hat sich in den letzten Jahren baulich erweitert und gefestigt; neue Räume sind geschaffen worden. Eine wichtige Aufgabe des Klosters ist und bleibt es, das geistig-geistliche Leben anziehender zu machen und zu intensivieren. Die eigentliche Mitte Nütschaus ist unbestritten die Kirche.

Haus St. Ansgar
Bruder Willibrord berichtet über den Prozess der Veränderung in personeller Hinsicht wie in der inhaltlichen Ausrichtung des Hauses: Wir nehmen teil an tiefgreifenden gesellschaftlichen und kirchlichen Veränderungen. In Studientagen haben wir unter Anleitung von Herrn Harald Strotmann von der Pastoralen Dienststelle des Erzbistums Hamburg über die gesellschaftlichen, religiösen und kirchlichen Orientierungsströme nachgedacht, ausgehend von der Sinus-Milieu-Studie 2005. Wir müssen verstärkt Menschen entgegenkommen, die auf der Suche sind. Unsere Aufgabe ist es, Wege der Hinführung zum Glauben und zur Glaubensvertiefung zu öffnen.
Die Liturgie ist Schwerpunkt unseres Lebens und unserer Arbeit. Lektorenschulung, Ausbildung für Wortgottesdienstleiter/innen, deutscher Psalmengesang und Gregorianik, Ausbildung für Kommunionhelfer/innen, Kantorenschulung haben sich bewährt. Darüber hinaus bieten wir u.a. das Thema ‘Christliche Rituale’ an, z.B. Beginn und Abschluss des Tages, das bewusste miteinander Essen, das Feiern der Feste im Jahreskreis.
Seit über einem Jahr leben Schwester Hildegard Faupel und Schwester Heike Sievert von der Kommunität ‚Gemeinschaft Jesu’ in Nütschau. Im Haus St. Ansgar haben sie als Referentinnen neue Impulse gegeben und bieten auch die Möglichkeit, suchende Frauen für eine Zeit der inneren Orientierung in ihrem Haus Immanuel aufzunehmen. Jeden zweiten Mittwoch im Monat bieten sie in ihrem Haus ein Bibelgespräch an. Unter ihren Angeboten im Haus St. Ansgar seien besonders die Seminare für Frauen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren erwähnt.

Bruder Josef, der seine Ausbildung auf dem Benediktshof in Münster-Handorf im Februar 2008 beendet, bietet spirituelle Wegbegleitung mit Methoden der Initiatischen Therapie nach Dürkheim an. Angesprochen sind Menschen jeden Lebensalters, die sich auf einen inneren Weg einlassen wollen, um so Gottes Spuren in ihrem Leben zu entdecken.

Zum 30. Mal kamen unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Robert Dears Mitglieder von Kirchenchören aus Schleswig-Holstein zu einem Chorwochenende zu uns. Br. Leo dankte ihnen am Schluss der Sonntagsvesper für die musikalische Gestaltung und Bereicherung unserer Gottesdienste.

Im Haus St. Ansgar wurde nach 33 Jahren eine neue Heizung installiert. Weitere Arbeiten an unserem Bildungshaus kommen auf uns zu: Die Speisesäle, Gruppen- und Vortragsräume müssten überholt, der Eingangsbereich neu gestaltet und die Flachdächer teilweise erneuert werden. Vieles ist in den letzten Jahren schon geschehen. Immer wieder kommt ein positives Echo über die Erneuerung der Zimmer und Gänge im Bettenhaus, aber auch über das gut gepflegte Haus. Das alles bedarf dauernder und gemeinsamer Anstrengung. Dank gebührt da vor allem unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit Sorgfalt das Ganze im Blick haben und den Weg der Veränderungen am Arbeitsplatz mitgehen, was eine große Flexibilität von ihnen erfordert.
Dank sei besonders unserem Hausmeister Udo Lenders gesagt, der in diesem Jahr ohne Zivildienstleistenden auskommen musste. Eine große Hilfe war Stefan Krebs, der zu einem halbjährigen Praktikum bei uns war.

Es ist uns ein Anliegen, miteinander Freud und Leid der Familien unserer Mitarbeiter/innen zu teilen, aufmerksam zu bleiben für die Lasten des Lebens. So trauerten wir mit Frau Gisela Krüger beim Tod ihres Mannes, mit unserem Nachbarn und Mitarbeiter Gottfried Weinert um den Tod seiner Mutter. Frau Christel Schlüter hat eine Zeit der Krankheit durchstanden.
Mit großer Freude feierten wir die kirchliche Trauung unseres Tischlermeisters Martin Lenzen und seiner Frau Simone. Frau Hildegard Otte feierte mit dem Kreis ihrer Geschwister den 70. Geburtstag.
Frau Jutta Elfert und Frau Anja Behnk haben ihre Arbeit bei uns beendet. Neu begonnen haben im Stillen Bereich Frau Marina Wedig, im Kloster Frau Melitta Wallbaum und am Empfang Frau Silvia Rapp.

Aus dem Jugendhaus St. Benedikt
Das einladende Wort Jesu ‘Kommt und seht!’ (Joh 1,39) bezieht Br. Johannes, der Leiter des Hauses St. Benedikt, auf die Möglichkeiten unseres Jugendhauses, jungen Menschen Raum für die Lebens- und Glaubensorientierung zu geben. Neben den Jugendlichen, die zu unseren eigenen Kursen kommen, wird das Haus gerne von Schulklassen, Jugendgruppen, Firmlingen und Konfirmanden aufgesucht.
Wir freuen uns immer, wenn sich viele junge Leute aus allen Teilen der Erzdiözese zur Jugendvesper in unserer Klosterkirche versammeln.
Zum Jugendhausteam gehörten im 1. Halbjahr David Meyer (Zivi) und Uwe Reckzeh (FSJler), im 2. Halbjahr Christian Dinger und Thorsten Tauch als Zivis und Simone Hartmann als FSJlerin.

Wandern und Pilgern
Im August ist Br. Johannes mit einer kleinen Gruppe junger Männer eine Woche mit Bibel und Rucksack bei Sonne und Regen durch Mecklenburg gepilgert. Sie erfuhren vor allem bei den Franziskanern und den Gemeinden in Waren und Röbel an der Müritz herzliche Gastfreundschaft und Eucharistiegemeinschaft.
Br. Elija und Br. Johannes nahmen an der Einweihung des Mönchsweges in Oldenburg/Holstein teil, der von Glückstadt/Elbe bis Puttgarden auf Fehmarn führt. Er berührt auf einem Schlenker auch Nütschau sowie Kloster Cismar. Der Kreis Stormarn hat einen Wanderführer zu Naturschätzen auf den Spuren der Eiszeit herausgegeben. Immer wieder kamen in diesem Sommer Wanderer und Pilger bei uns vorbei.

Erzbistum
Die Bistums-Wallfahrt nach Dreilützow in Mecklenburg stand unter dem Wort: ‘Du zeigst uns den Pfad zum Leben.’ Sie vereinte etwa 8000 Gläubige aus dem weiten Bistum zwischen Sylt und Neubrandenburg. Bruder Leo und einige Brüder brachen morgens noch bei Regen auf, aber dann kam ein wunderbarer Sonnentag. Erzbischof Dr. Werner Thissen verstand es, mit seiner Predigt die Herzen zu bewegen und eine Atmosphäre der Verbundenheit zu schaffen. Der Tag war ein guter Abschluss des zweijährigen Pastoralgesprächs ‘Salz des Nordens’. Eine tiefe Spur hat auch das Jubiläum ’800 Jahre Heilige Elisabeth’ hinterlassen.
Mit Freude erzählte Alt-Erzbischof Dr. Ludwig Averkamp über die Seligsprechung von Maria Merkert am 30. September in Neiße. Sie war die Mitgründerin und erste Generaloberin der Elisabethschwestern in Reinbek.
Erzbischof Ludwig feierte seinen 80. Geburtstag, Weihbischof Hans-Jochen den 40. Priesterweihetag. Msgr. Franz J. Koska beging sein Goldenes Priesterjubiläum in Raisdorf. Unser Nachbar Pfr. Hubert Fischer vollendete seinen 65. Geburtstag. Dankbar feierten wir die Priesterweihe von Tobias Sellenschlo mit. In der Katholischen Akademie Hamburg nahm Br. Matthäus teil an der Verabschiedung des langjährigen Direktors Dr. Günter Gorschenek und der Einführung von Herrn Dr. Stephan Loos. – Dankbar folgten wir der Einladung der Thuiner Franziskanerinnen zur Einweihung des umgebauten Hauses St. Johann in Niendorf/Ostsee, wo Br. Gaudentius regelmäßig als Seelsorger in den Mutter-Kind-Kuren im Haus Meeresstern tätig ist.

Beuroner Benediktinerkongregation
Bruder Prior Leo und Br. Josef als Konventvertreter fuhren Anfang November in die Erzabtei St. Martin zu Beuron zum Generalkapitel, der gesetzgebenden Versammlung der Beuroner Männer- und Frauenklöster. In guter Atmosphäre wurden auch schwierige Fragen, besonders die Situation der kleiner und älter werdenden Kommunitäten, zur Sprache gebracht. Eine 2. Session wird im kommenden Jahr folgen.
Seit der letzten Chronik ist in einigen Klöstern ein Wechsel in der Leitung erfolgt. So wählten die Mitbrüder in Gerleve P. Laurentius Schlieker zum Prior-Administrator. Wir haben uns über diese Entscheidung mitgefreut und konnten P. Laurentius im Frühjahr zu einem ersten Besuch bei uns begrüßen.
In der Abtei Varensell wählte der Konvent nach dem Ende der Amtszeit von M. Judith Frei Schwester Angela Boddem zur Äbtissin. Br. Ansgar nahm an der Weihe von M. Angela teil und überbrachte unsere Segenswünsche. Die Benediktinerinnen der Abtei Mariavall in Schweden wählten Mutter Tyra Antonia zur ersten Äbtissin ihres Klosters. Bischof Anders Arborelius erteilte ihr die Äbtissinnenweihe. Inzwischen hat Mutter Tyra Antonia uns mit einigen Schwestern besuchen können.
Die Salzburger Äbtekonferenz war in diesem Jahr in Quarten in der Schweiz zu Gast. Bruder Leo berichtete über die guten Impulse und Gespräche zum Thema: ‘Erwartungen an das Amt und die Person des Abtes heute’.

Unsere Oblaten, Freunde und Nachbarn
In Gemeinschaft mit unserem Kloster machten sich Silke Welz, Christa Beuger und Sabine Schwarz in der Oblation auf den Weg. Frau Elke Müller beging den 40. Jahrestag ihrer Oblation. Zu unserem Kloster gehören etwa 90 Oblaten. In Krankheit und Sterben gingen voraus: Dorothee Ladda, Angela Meiners, Brigitte Schacht und Elisabeth Knull.

An der Begegnung mit der Gemeinschaft ‘Gemeinsam Leben’ in Neversdorf unter der Leitung von Herrn Dr. Jürgen Schall nahmen Br. Gaudentius und Br. Franziskus teil. – Für treue Nachbarschaft haben wir dem Ehepaar Hanns und Christel Kemény gedankt, als sie von uns Abschied nahmen. Herr Kemény hat lange Jahre in unserer Sonntagsmesse die Kollekte eingesammelt. – Herzlichen Anteil nahmen wir an der Goldenen Hochzeit des Ehepaares Ferdinand und Ludmilla Simak, den Eltern unseres Br. Wolfgang.
Oft haben wir auch in diesem Jahr Menschen in Krankheit und im Sterben begleitet, trugen Schmerz und Trauer mit. In Gerleve starb Bruder Ernst van de Sand, der Senior des Klosters. Er war der Letzte, der die Vertreibung der Mönche des Klosters im Jahre 1941 miterlebt hatte. Mit den Schwestern in Asebakken/Dänemark trauerten wir beim Tode von Schwester Mirjam Mortensen. – Nach kurzer Krankheit starb in Lübeck Propst Helmut Siepenkort, der uns freundschaftlich verbunden war und uns regelmäßig zu stillen Tagen besuchte. – Br. Rimbert und Br. Gaudentius fuhren zur Beisetzung von Msgr. Otto Scholz nach Reinbek. Bruder Gregor beerdigte seine Tante Frau Hildegard Naubert in Essen. Im hohen Alter von 90 Jahren starb unser früherer treuer Mitarbeiter, Herr Walter Mansesen. Frau Eva-Maria Reifenberg starb bei einem Autounfall. In Alexanderdorf mussten Familie und Kloster Abschied nehmen von Herrn Karl-Heinz Klaus, einem Mann der Caritas. Unter den Verstorbenen dieses Jahres seien weiter genannt: Pfr. Leo Stallkamp, Dr. Gerhard Sobotta, Univ.Prof. Dr. Rudolf-Maria Schütz, Dr. Paul Goedeke, Herr Gert Tovar., Frau Helga Berning, Frau Barbara Riede, Frau Wilgard Faber und Frau Marianne Kreuels.

Im Herbst besuchte Br. Gaudentius Maria Laach und hörte dort Bischof Wanke von Erfurt: Wie gehen wir damit um, dass Deutschland Missionsland geworden ist? Gott ist immer wieder für Überraschungen gut. Es gilt die Sprache zu finden und die Lebenshaltung, die das Herz der Menschen erreicht.
In der Weihnacht hören wir die Botschaft: ‘Gott wird Mensch für alle Menschen’.’ In dankbarer Verbundenheit wünschen wir Ihnen und Euch, unseren Verwandten, Freunden, Wohltätern und MitarbeiterInnen zum Fest der Geburt Jesu Christi diese Erfahrung, die auch im Jahr 2008 trägt.

Die Klostergemeinschaft in Nütschau


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