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Rückschau:

Jahreswechsel für junge Erwachsene 2015/16

Über Silvester ins Kloster? Ist das nicht ein wenig komisch und schräg? Im Gegenteil! Es ist eine super Mischung aus Besinnung, inhaltlichem Arbeiten, Singen und Spaß.

Lest weiter und erfahrt was die 12 Teilnehmer zusammen mit Br. Elija die fünf Tage so alles gemeinsam erlebt haben.


Fotogalerie: Fotos Jahreswechsel für junge Erwachsene 2015/16

Im vergangenen Jahr ist viel in der Welt passiert. Jahresrückblick mit Karikaturen...

*Ein Herz für...* war das diesjährige gemeinsame Thema der drei Kurse über den Jahreswechsel. Es ist schon lange Tradition. Über den Jahreswechsel finden sich im Kloster Nütschau viele Jugendliche und junge Erwachsene ein, um die letzten Tage des Jahres gemeinsam zu verbringen. Neben den schon lange etablierten Kursen des Jugendhauses und der „Werkwoche Jugend“ des Dekanates Eutin, fand der Kurs für junge Erwachsene ab 24 Jahren, oder kurz auch einfach der Ü24-Kurs, in diesem Jahr erst zum zweiten Mal statt. Wie auch schon im vergangenen Jahr haben alle drei Kurse sich ein gemeinsames Thema vorgenommen. In diesem Jahr war es Ein Herz für…, passend zum Jahr der Barmherzigkeit.

Gruppenbild unseres kleinen Ü24-Kurses Es ist Montag Nachmittag und so langsam trudeln nacheinander die Teilnehmer ein. Es folgt eine Kennenlernrunde der etwas anderen Art. Jeder Teilnehmer hatte zuvor ein Lied eingeschickt, welches ihn im vergangenen Jahr besonders begleitet oder geprägt hat. Nachdem fleißig geraten wurde von wem das gerade gehörte Lied wohl stammt, hatte jeder die Möglichkeit noch kurz zu erzählen was das vergangene Jahr ausgemacht hat und warum er dieses Lied gewählt hat. Nach einem gemeinsamen Auftakt aller Kurse, klang der Abend noch bei einem gemütlichen Quizspiel aus, wobei nicht nur der Kamin so manchen Teilnehmer ins schwitzen brachte.

Der nächste Tag startete mit einem gemeinsamen Morgenimpuls der drei Kurse zum Thema des Tages: Ein Herz für Andere.
Selig die Barmherzigen. Das diesjährige Mottolied. Singen... Der Vormittag stand dann ganz im Sinne der Freundschaft. Nachdem uns die Geschichte des kleinen Prinzen und des Fuchses eingestimmt hat, hatten wir viel Zeit, um unseren Freunden mal wieder zu schreiben. Vor allem jenen, die wir meinen schon etwas aus den Augen verloren zu haben. Den Rest des Tages diskutierten wir lebhaft über das Thema „helfen“. Gibt es gute und schlechte Hilfe? Was motiviert uns und andere zum helfen? Dies waren nur einige der Fragen die uns beschäftigten. Abends besuchte uns noch Br. Benedikt und berichtete von seinen Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe. Ein gemeinsames Werwolfspiel mit dem Jugendhaus und den Eutinern rundete diesen gelungenen Tag ab.

Der Mittwoch begann wieder mit einem gemeinsamen Morgenimpuls, diesmal zu Ein Herz für Gott. Auf dem Plan stand eine Bibelarbeit der etwas anderen Art. Nachdem wir gemeinsam die Bibelstelle zur Vertreibung aus dem Paradies gelesen hatten, haben wir Worte gesammelt, welche uns im Text besonders aufgefallen sind. Nach längeren Diskussionen konnten wir uns im Anschluss gemeinsam auf das Wort „Furcht“ einigen, welches für uns auch für den Inhalt des Textes stand. Daran schloss sich nun ein weiteres Brainstorming zu diesem Wort an. ...und malen. Auch die Kreativität kam nicht zu kurz. Darauf folgte dann nun endlich die eigentliche Aufgabe: Schreibe einen Text zum Thema „Furcht“. Soweit so gut. Die besondere Herausforderung: Benutze keines der Wörter die wir eben beim Brainstorming gesammelt haben. Gar nicht so einfach. Oder vielleicht doch? Entstanden sind auf jeden Fall jede Menge bewegende und tolle Texte. Den Nachmittag über haben wir uns dann mit unserem Gottesbild beschäftigt. Wie ist meine Beziehung zu Gott? Was prägt sie? Und wie sieht eigentlich mein Gottesbild aus?

Der Silvestertag stand letztendlich unter dem Thema Ein Herz für mich und ist von vielen Bräuchen geprägt. Er ist dem persönlichen Jahresrückblick gewidmet und wird von daher zu großen Teilen im Schweigen verbracht, um jedem seinen Raum zum nachdenken zu geben. Nicht nur bei mir selbst, sondern auch in der Welt ist viel passiert im vergangenen Jahr. Ein Jahresrückblick mit Karikaturen, Schreibgesprächen und Diskussionen.
Während die restlichen Kurse schon mit dem Frühstück das Schweigen begannen, nutzten wir den Vormittag noch für einen weltlichen Jahresrückblick. Was ist im vergangenen Jahr so alles passiert auf der Welt? Was hat uns und andere besonders bewegt? Anhand von Karikaturen blickten wir zurück und diskutierten ausgiebig. Zunächst per Schreibgespräch und dann in Kleingruppen. Der Nachmittag war dann auch bei uns dem persönlichen Rückblick vorbehalten. Jeder hatte genügend Zeit noch einmal zurück zu blicken. Was hat mich bewegt? Was war gut und was nicht so? Welche neuen Leute habe ich kennengelernt? Anschließend nimmt man sich während des Perlengangs, ein Spaziergang rund ums Kloster, für jeden Monat eine Holzperle. So entsteht für jeden seine ganz eigene Perlenkette.

Während der Silvestervigil gibt jeder das vergangene Jahr an Gott zurück und bekommt eine Glasmurmel als Zeichen für das neue Jahr. Es ist soweit, Silvesterabend. Begonnen wird dieser nach dem Abendessen mit „Dinner for One“, der Silvesterklassiker, der natürlich auch hier nicht fehlen darf. Nach der Komplet machen sich dann alle mit Fackeln gemeinsam auf den Weg zur Trave. Dort werden dann kleine, selbst gebastelte Kerzenschiffchen aus Nussschalen entzündet und mit den guten Wünschen für das neue Jahr auf der Trave ausgesetzt. Kaum zurück im Kloster geht es auch schon fast weiter mit der Silvestervigil. Während dieser wird der am Tag begonnene Perlengang abgeschlossen. Jeder hängt seine Kette an ein großes Holzkreuz vor dem Altar und gibt damit sein altes Jahr an Gott zurück. Dafür bekommt er eine kleine, gläserne Murmel. Diese steht für das noch unbelastete, aber auch noch nicht gestaltete neue Jahr was nun kommt. Anschließend bekam jeder noch einen persönlichen Segen für das neue Jahr von Br. Benedikt und Br. Johannes. Eine sehr ergreifende und schöne Tradition. Kurz vor Mitternacht gehen dann alle noch einmal kurz ins Schweigen und mit „Großer Gott wir loben dich” wird dann das neue Jahr begrüßt, alle wünschen sich ein gutes neues Jahr und nach zwei weiteren Liedern geht es dann über zum Partyteil. Nach Sektpyramide und Walzern wird dann bis in die frühen Morgenstunden getanzt, gefeiert und gelacht.

Silvester im Kloster? Definitiv eine tolle Sache!


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