Hinweis: Die angekündigten Baumaßnahmen sind verschoben worden. Unser Haus steht deshalb das ganze Jahr für Belegungen zur Verfügung. Mehr ... Hinweis nicht mehr anzeigen
Rückschau:

Jahresrückblick 2015

Wir blicken zurück auf ein ereignisreiches Jahr 2015, welches auch für unser Kloster viele Veränderungen mit sich gebracht hat.

Wir haben einen neuen Prior gewählt, Br. Lukas feierte seine Feierliche Profess, es gibt eine neue FÖJ-Stelle und eine neue Bildungsreferentin. Was sonst noch alles passiert ist erfahren Sie hier.

Wahl des neuen Priors
Neue Schritte auf dem Weg unseres Konventes stehen am Anfang dieses Jahres. Zu seinem 75. Geburtstag am Weihnachtsfest 2014 hat unser Bruder Leo sein Priorenamt niedergelegt. Die Wahl des neuen Priors fand am 27. Januar statt, aus der Bruder Johannes Tebbe als neuer Prior unseres Klosters hervorging. Mit großer Freude haben wir im Mittagsgebet das Te Deum gesun-gen und den Gästen den neuen Prior vorgestellt. Am Sonntag, den 8. Februar, begingen wir mit vielen uns vertrauten Menschen die feierliche Einführung von Prior Johannes in sein neues Amt. Br. Leo konnte nun verdient seine dreimonatige Sabbatzeit im Heiligen Land antreten, zunächst in Tabgha am See Genezareth, dann in Jerusalem bei den Mitbrüdern auf dem Sion.

Br. Johannes wurde als neuer Prior gewählt

Neue Aufgaben und Mitbrüder
In der Ämtererneuerung wurde Br. Willibrord zum Subprior ernannt und löste damit Br. Elija ab, der Br. Leo fünf Jahre in der Leitung unterstützt hatte. Im März hat der Konvent Br. Ansgar für seinen 21jährigen treuen und sehr gewissenhaften Dienst als Novizenmeister gedankt, den er nun gerne in andere Hände übergeben wollte. Glücklicherweise hatte er in den zurückliegenden Jahren im Noviziat immer etwas zu tun, acht Mitbrüder konnte er bis zur ewigen Profess begleiten. Diese verantwortungsvolle Aufgabe hat nun unser Br. Gregor übernommen, welcher sofort aktiv werden konnte. Wir freuen uns über unseren Novizen, der seit der Einkleidung am 29. September den Namen Br. Raphael trägt.

Sarah Mc Donnell ist seit April die neue Jugendbildungsreferentin

Neue Jugendbildungsreferentin
Seit April unterstützt Frau Sarah Mc Donnell Br. Johannes in der Leitung des Jugendhauses St. Benedikt und ersetzt ihn in vielen alltäglichen Aufgaben. Ihre Vorgängerin Frau Barbara Bomert wurde von den Jugendlichen und den Mitbrüdern für ihre kompetente Arbeit in einer Abschiedsfeier gewürdigt. Wir danken für die gute Zusammenarbeit seit Sommer 2010 und wünschen ihr für ihren weiteren Lebensweg Gottes Segen.

Feierliche Profess von Br. Lukas
Am Pfingstsonntag hat sich Br. Lukas Boving in der Feierlichen Profess im Kreis der Mitbrü-der und vieler Gäste Gott dargebracht. Es war ein wunderschönes Fest, auch für die Familie und die zahlreichen Oblaten. Inzwischen hat er in Lantershofen das Studium der Theologie begonnen.

Familienferien und Pilgern
Wie im Jahr 2014 wurde im vergangenen Sommer ein Familienferien-Kurs angeboten. Zu unserer Freude waren diese Ferien mehr als ausgebucht. Die Familienferien sind fester Bestandteil unseres Programms. Dieses Angebot hat eine ausgesprochen nachhaltige Wirkung. Viele BetreuerInnen unserer Kinder- und Jugendgruppen sowie Freunde des Klosters haben uns über die Familienferien kennengelernt.

Br. Matthäus hat wieder unter Mithilfe von Br. Wolfgang und Br. Andreas Tagesfahrten mit dem Fahrrad und Wanderungen “Pilgern rund ums Kloster” durchgeführt. Das gemeinsame Wandern durch die Stormarner Landschaft mit Momenten der Stille und innerer Einkehr findet bei den Teilnehmern viel Anklang.
Im Sommer pilgerte Br. Johannes mit zehn jungen Erwachsenen auf dem Jakobsweg von Harsefeld nach Bremen. Die jungen Pilger machten viele gute Erfahrungen mit Gastfreundlichkeit und einfachem Leben. Sie waren unterwegs mit unserem Osterthema “Leben in Fülle”.

Viele Pilger konnten wir dieses Jahr bei uns beherbergen.

Seit dem Sommer gibt es bei uns jetzt eine FÖJ-Stelle, die unter anderem Br. Elija bei den Schafen unterstützt.

Neue Stelle für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr
Seit dem Sommer gibt es neben den beiden Stellen für Freiwillige im Sozialen Jahr im Jugendhaus eine neue Stelle für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr. Unsere erste FÖJlerin unterstützt Br. Benedikt in der Imkerei, sie konnte gleich mit einem Imkerkurs an der Imkerschule in Bad Segeberg beginnen, geht Br. Elija bei der Betreuung unserer kleinen Moorschnucken-Schafherde zur Hand und kümmert sich mit um die Gartenanlagen. Außerdem hat sie Br. Andreas und den verschiedenen Gruppen bei der Apfelernte geholfen. Mit Dank erwähnen wir die vielen kleineren und größeren Gruppen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die uns im Laufe des Jahres in Ora et Labora-Tagen in den Gartenanlagen, im Wald und auf der Streuobstwiese tatkräftig unterstützen.

Freude und Dank
Im Herbst hatten wir verschiedene Anlässe zum Feiern und zum Danken. Am 16. Oktober jährte sich zum 40. Mal der Tag, an dem unser Kloster seine Selbständigkeit erhielt. Seit diesem Zeitpunkt ist es unabhängig von der Mutterabtei Gerleve und Novizen können direkt in Nütschau eintreten. Passenderweise erfolgte kurz vor diesem 40. Jahrestag der Erhebung die Einkleidung von Br. Raphael. Mit ihm gehören nun 18 Mönche zum Konvent in Nütschau.
Des Weiteren gab es einige besondere Geburtstage zu feiern. Br. Gaudentius feierte seinen 85. Geburtstag und kurz darauf beging Br. Willibrord seinen 70. Geburtstag.

Magistertagung
Vom 16.-21. November besuchten uns die Schwestern und Brüder, die in den deutschspra-chigen Klöstern in den Noviziaten tätig sind. Etwa 38 NovizenmeisterInnen aus verschiedenen benediktinischen Gemeinschaften aus Ungarn, Südtirol, Österreich, Dänemark, Deutschland und der Schweiz verbrachten eine Woche im Kloster Nütschau. Im Mittelpunkt der Tagung stand der thematische Austausch und die Begegnung. Solche Tage mit ihren Begegnungen sind kostbar für das Miteinander der Klöster.

Im November besuchten uns viele Novizenmeister für eine gemeinsame Tagung.

Vom Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein wurden wir mit dem *Leuchtturm des Nordens* ausgezeichnet. (Foto: Hamburger Abendblatt, Finn Fischer)

Flüchtlingspreis “Leuchtturm des Nordens”
Für die Arbeit mit den Flüchtlingen wurde unsere Gemeinschaft am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, mit dem “Leuchtturm des Nordens” durch den Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein geehrt. Nach wie vor setzt sich Br. Benedikt für die Flüchtlinge im Kirchenasyl in besonderem Maße ein. Auch im Jahr 2015 haben wir wieder Flüchtlinge aufgenommen.

Gottesbezug in der Landesverfassung
Die Volksinitiative “Gottesbezug in der Landesverfassung” fand auch von unserer Seite engagierte Unterstützung. Mit landesweit über 42.000 gesammelten Unterschriften wurde erreicht, dass im Schleswig-Holsteinischen Parlament erneut über die Frage abgestimmt werden muss, ob der Gottesbezug in der Verfassung verankert sein soll.

Ausstellungen im Bildungshaus St. Ansgar
In den Räumen des Bildungshauses konnten wechselnde Ausstellungen besucht werden. Hervorzuheben ist die Vernissage am Sonntag, den 1. Februar, die eine Übersicht über das mehr als 50jährige künstlerische Schaffen von Herrn Siegfried Assmann bot. Unsere Klosterkirche und der Raum der Stille und Anbetung im Haus St. Ansgar sind von ihm gestaltet worden. Zugleich war es der 90. Geburtstag von Herrn Assmann. Wir freuten uns sehr über seinen Besuch.

Sonntagsgespräche, Nütschauer Forum und Sonntagskonzerte
Br. Matthäus konnte zu den Nütschauer Sonntagsgesprächen wiederum P. Elmar Salmann aus Gerleve gewinnen. In diesem Jahr haben unsere Bildungsreferentinnen Schwester Hildegard Faupel und Schwester Heike Sievert sowie unsere Mitbrüder Willibrord und Josef ebenfalls Sonntagsgespräche thematisch gestaltet. Dieses Programmangebot wie auch das Nütschauer Forum und die Sonntagskonzerte werden gern besucht.

Männerarbeit im Haus St. Raphael
Die Arbeit im Haus Raphael wird immer mehr zu einem festen Bestandteil der Aufgaben unseres Klosters. Für viele Männer ist es ein guter Ort geworden, um vom Alltag abzuschalten und sich mit spirituellen Fragen zur eigenen Biografie zu beschäftigen. Die “Männersamstage” standen in diesem Jahr unter dem Thema “Krieger – Liebhaber – Magier”. Auch die Zusammenarbeit mit Herrn Ludger Nikorowitsch im Referat für Männerarbeit im Erzbistum Hamburg war wieder lohnend. Neu ist die Zusammenarbeit mit P. Ingmar Svantesson OSB, Den Helige Benedictus Kloster, Schweden. Dort wird 2016 eine Solozeit für junge Erwachsene in der Nähe des Klosters sein. In diesem Jahr hat Br. Josef drei Vater-Kind-Wochenenden, einmal bei uns zusammen mit Br. Johannes zum Thema “Mit Papa das Kloster entdecken” und zweimal in Dreilützow zum Thema “Feuer” bzw. “Männer kochen anders” geleitet.

Die Männerarbeit im Haus Raphael wird immer mehr zu einem festen Bestandteil der Aufgaben unseres Klosters.

Am 8. Dezember hat das Jahr der Barmherzigkeit begonnen und eine Tür öffnet sich in die Zukunft. In der Weihnacht dürfen wir in dem Kind in der Krippe diese Barmherzigkeit gleichsam mit Händen greifen. Von Herzen wünschen wir allen Lesern, unseren Schwestern und Brüdern, Verwandten, Freunden und Nachbarn, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine gesegnete Weihnacht und ein gutes Neues Jahr 2016!

Die Klostergemeinschaft in Nütschau


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