+++ 75 Jahre Kloster Nütschau: Unser Buch »Höre und gehe« +++
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75 Jahre Kloster Nütschau - Erleben eines Gastes

Im Blick auf die Feier seines 75jährigen Bestehens hatte das Priorat der 17 Benediktiner in Nütschau zwar schon das neue Jugendhaus errichtet, hatte zur eigentlichen Jubiläumsfeier am Samstag, dem 9. Mai 2026 aber auf dem großen Rasenplatz vor dem älteren Herrenhaus aktuell auch noch ein großes Festzelt aufgespannt, das die über 500 angereisten Gäste, übrigens aller Altersstufen, aufnahm und vor der großzügig strahlenden Sonne schützte. In seinem wohltuenden Schatten zelebrierte Erzbischof Stefan Heße, zusammen mit Prior Johannes Tebbe und den Äbten Andreas Werner vom Gründungskloster Gerleve und Franziskus Berzdorf von Marienrode, den Gottesdienst.

Die Predigt von Abt Franziskus suchte Antwort zu geben auf die für alle Zuhörer wichtige Frage: „Wie gelingt mein Leben?“ und bezog sich auf das Gleichnis Jesu vom Weinstock und den lebendig mit ihm verbundenen Reben. Zu optimal gereiften Trauben käme es nur, wenn die Reben es zuließen, dass der Winzer sie gütig in den Blick nähme, sie reinige und so ihr Wachstum fördere.

Nach der Messe, die eine Chor- und Musikgruppe aus Kiel mitgestaltet hatte, kam es zu Gruß- und Glückwunschworten, und Erzbischof Heße zitierte junge Firmanden, die im Zuge der Firmvorbereitung erstmals mal mit Nütschau in Verbindung gekommen waren und ihm nun begeistert berichteten: „Da gab es echte Mönche, und denen konnte man echt ganz nah kommen!“ Diese Nähe zu den Besuchern sei das Besondere am Nütschauer Konvent, und vielleicht spiele für diesen Eindruck auch die Anordnung der Bänke in der schönen, lichtdurchfluteten Kapelle eine Rolle, in der die Mönche nah bei ihren Gästen sind.

Nach dem Mittagessen gab es Gelegenheit, das neue Jugendhaus und eine Ikonenausstellung im Ansgarhaus zu besichtigen, bevor man im Festzelt an einem Gesprächsforum über Wege zum Mönchtum früher und heute teilnehmen konnte. Eine Franziskanerin saß dort mit Herren zusammen, die alle auch einmal mehr oder weniger auf dem Weg zum Mönchtum unterwegs waren, dann aber anderswohin abgebogen sind: Pfarrer Wolfgang Becker, der manchmal auch das „Wort zum Sonntag“ im Fernsehen spricht, und dann Herwig Malte und Heinrich Detering, die nun allerdings in besonderer Weise mit Nütschau verbunden sind. Denn Herwig Malte durfte alle Mönche des Priorates über ihren Berufungsweg interviewen, und der Diakon und Literaturwissenschaftler Detering, der zur katholischen Kirche konvertiert und als Oblate (Laie) dem Orden besonders verbunden ist, redigierte diese Interviews und brachte sie, verbunden mit eindrucksvollen Gesichtsfotos der Mönche, rechtzeitig zum Jubiläum, als Buch heraus. Das Buch hat, anknüpfend an das erste Wort des Prologs der Benediktusregel, den Titel: Höre und gehe. 17 Wege, die innen beginnen – Berufungsgeschichte als geistliches Porträt. Vier Türme Verlag. ISBN 978-3-89680-774-8
Ich habe das Buch gleich im Klosterbuchladen gekauft, bin dabei, es zu lesen und kann es nur empfehlen. Alle Interviews machen hinter dem je unterschiedlich und authentisch Gesagten als die eine tragende Mitte
den e i n e n sichtbar: den berufenden Herrn; von ihm wünschen sich wohl alle, dass er weiterhin weitere Brüder beruft.

Herzlichen Dank an Klaus Lutterbüse – sein Beitrag wird auch veröffentlicht im Pfarrblatt “Miteinander” (Ausgabe Juli/August)



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