Hinweis: Die angekündigten Baumaßnahmen sind verschoben worden. Unser Haus steht deshalb das ganze Jahr für Belegungen zur Verfügung. Mehr ... Hinweis nicht mehr anzeigen
Blog:

17. Dezember

Der erste Schnee ist gefallen, die ersten Scheiben sind zugefroren und mit was kann man dies schöner ausdrücken, als mit den Worten eines Dichters…

Winter
Wasser ist Körper und Boden der Fluss.
Das neuste Theater
Tut in der Sonne Glanz zwischen den
Ufern sich auf.

Wahrlich, es scheint nur ein Traum!
Bedeutende Bilder des Lebens Schweben,
lieblich und ernst, über die Fläche dahin.

Eingefroren sahen wir so Jahrhunderte starren,
Menschengefühl und Vernunft schlich nur
verborgen am Grund.

Nur die Fläche bestimmt die kreisenden Bahnen des Lebens; Ist sie glatt, so vergisst jeder die nahe Gefahr.

Alle streben und eilen und suchen und fliehen einander;
Aber alle beschränkt freundlich die glättere Bahn.

Durcheinander gleiten sie her, die Schüler und Meister,
Und das gewöhnliche Volk, das in der Mitte sich hält.

Jeder zeigt hier, was er vermag;
nicht Lob und nicht Tadel
Hielte diesen zurück, förderte jenen zum Ziel.

Euch, Präkonen des Pfuschers, des Meisters
Verkleinerer, wünscht ich
Mit ohnmächtiger Wut stumm hier am
Ufer zu sehn.

Lehrling, du schwankest und zauderst und scheuest die glättere Fläche. Nur gelassen! du wirst einst noch die Freude der Bahn.

Willst du schon zierlich erscheinen und bist nicht sicher? Vergebens! Nur aus vollendeter Kraft blicket die
Anmut hervor.

Fallen ist der Sterblichen Los. So fällt hier der Schüler
Wie der Meister; doch stürzt dieser gefährlicher hin.

Stürzt der rüstigste Läufer der Bahn,
so lacht man am Ufer,
Wie man bei Bier und Tabak über
Besiegte sich hebt.

Gleite fröhlich dahin, gib Rat dem werdenden Schüler,
Freue des Meisters dich, und so geniesse des Tags.

Siehe, schon nahet der Frühling;
das strömende Wasser verzehret
Unten, der sanftere Blick oben der Sonne das Eis.

Dieses Geschlecht ist hinweg,
zerstreut die bunte Gesellschaft;
Schiffern und Fischern gehört wieder die wallende Flut.

Schwimme, du mächtige Scholle, nur hin!
und kommst du als Scholle
Nicht hinunter, du kommst doch wohl als
Tropfen ins Meer.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832)

Wo kann ich den Winter wahrnehmen? Macht sich der Unterschied bemerkbar?
Vielleicht wird es ja dieses Jahr mal was, mit Eislaufen auf dem See und nicht auf dem Eisfeld neben dem Glühweinstand…


Zurück

Autor*in


David

David

David arbeitet seit dem 01.09.2018 als FSJ’ler bei uns im Jugendhaus.

Mehr erfahren...

David

David

David arbeitet seit dem 01.09.2018 als FSJ’ler bei uns im Jugendhaus.

Name: David Hinkelmann

Funktion: FSJ’ler

Ursprünglich aus: Potsdam

Geboren: am 03. Juni 2000

FSJ´ler im Kloster und Franzihausmitbewohner: seit dem 1. September 2018

Bisherige Laufbahn: Kita, Grundschule, Abi 2018

Zukunftspläne: noch offen

Interessen: Musik hören, zeichnen

Auf eine einsame Insel würde er mitnehmen: Bear Gryll’s Messer

Nächste(s) Reiseziel(e): Potsdam

Merkwürdige Angewohnheiten: lacht über seine eigenen Witze