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06. Dezember

Nanu, wer guckt denn heute aus dem Herrenhausfenster? Ist das etwa Bruder Benedikt?
Willkommen zu unserem Nikolaus-Special! Ich habe ihn mit Fragen zu Weihnachten überfallen – aber lest selbst.

Finja: Lieber Br. Benedikt, was bedeutet Weihnachten für dich?

Br. Benedikt: Also an Weihnachten kommen natürlich erstmal viele Kindheitserfahrungen und Erinnerungen hoch. Aber grundsätzlich bedeutet Weihnachten für mich nicht Geschenke, Geschenke, Geschenke. An Weihnachten geht es für mich darum, dass Gott wirklich so wird, wie ich (natürlich ein bisschen besser als ich :D). Nämlich ein Mensch. Für mich. Er versteht mich und meine Gefühle und er kennt das Menschsein. Und dadurch, dass er mich versteht, kann ich eine ganz enge Beziehung und Freundschaft zu ihm aufbauen, wenn ich mir seinen Lebensweg als Mensch anschaue. Das ist etwas Wunderbares – dass es einen Menschen gibt, der für mich gelebt hat und auch noch jetzt lebt.

Finja: Was rätst du den Menschen, die unseren Adventskalender lesen, wie sie sich am Besten auf Weihnachten vorbereiten können?

Br. Benedikt: Das ist eine ganz schwierige Frage, weil wir heute so viele Angebote haben, so viele Möglichkeiten unsere Adventszeit zu verbringen, sodass die Besinnung in dieser Zeit viel zu kurz kommt und der Stress während der Vorbereitung auf Weihnachten überwiegt. Um sich auf Weihnachten vorzubereiten, müsste es möglich sein, Dinge zu cutten, also das heißt sich gar nicht viel vorzunehmen wie z.B. Backen, oder groß die Wohnung zu schmücken. Es reicht eine Sache zu machen, nur ein Weihnachtsgesteck für Zuhause vielleicht und dann ist es auch gut. Man sollte sich nicht diesen Stress machen, dass alles funktioniert und man viel Geld für Geschenke oder Deko ausgibt. Es ist viel wichtiger, sich Zeit zu nehmen. Zeit zu haben für Freunde, für sich selber und das zu tun, was einen glücklich macht und was einen ruhig werden lässt. In der Adventszeit muss man gar nicht oft auf den Weihnachtsmarkt gehen, sondern man sollte sich zurücknehmen, Dinge streichen oder reduzieren. So wird es möglich, dass innere Ruhe einkehren kann. Ich habe den Eindruck, wir wünschen immer eine besinnliche Adventszeit aber die ist überhaupt nicht besinnlich. Die Menschen lassen sich viel mehr von einer Besinnungslosigkeit in die Nächste reißen.

Finja: Danke für deine Antworten. Dann hoffen wir mal, dass dieses kleine Interview den Lesern/ Leserinnen hilft, wirklich besinnlich in die Adventszeit zu starten in Vorfreude darauf, dass Gott Mensch wird.


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Finja

Finja

Finja arbeitet seit dem 01.09.2018 als FSJ’lerin bei uns im Jugendhaus.

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Finja

Finja

Finja arbeitet seit dem 01.09.2018 als FSJ’lerin bei uns im Jugendhaus.

Name: Finja Barkmeyer

Funktion: FSJ’lerin

Ursprünglich aus: Eutin

Geboren: am 25. März 2000

FSJ´lerin im Kloster und Franzihausmitbewohnerin: seit dem 1. September 2018

Bisherige Laufbahn: Abi 2018

Zukunftspläne: studieren, wahrscheinlich soziale Arbeit

Interessen: Musik hören, tanzen, lesen

Auf eine einsame Insel würde sie mitnehmen: meine Ukulele, meine beste Freundin und ganz viele Bücher

Nächste(s) Reiseziel(e): ich möchte unbedingt nach Neuseeland, aber dafür brauche ich erstmal Geld

Merkwürdige Angewohnheiten: ich fange oft an zu singen und zu pfeifen und merke es nicht; ich korrigiere gerne jeden, der falsche Grammatik benutzt.