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Rückblick
Baustelle Reich Gottes - Pfingsten 2010

Das Thema Baustelle Reich Gottes zog sich konsequent durch unseren diesjährigen Pfingstkurs. Nicht alles lief so wie vorher geplant, aber trotz allem war es ein sehr schöner Kurs mit einer super Gruppe. Schon Freitagabend mussten wir unser Programm etwas umgestalten, da viele durch die lange Schule oder ausgefallene Züge erst nach dem Abendbrot oder zur Komplet kamen. So wurden wir im Laufe des Abends stetig mehr bis dann nach der Komplet alle da waren. Aus diesem Grund fingen wir mit der Vorstellungsrunde später als sonst an, was aber gar nicht schlimm war. Wir gestalteten jeder unseren eigenen Bauarbeiter und machten uns währenddessen Gedanken darüber mit welchen Gaben und Talenten wir am Reich Gottes mitbauen können. Außerdem fingen wir mit einer Aktion an, die sich durch das ganze Wochenende hindurchziehen sollte. Jeder zog einen Zettel auf dem eine andere Person aus dem Kurs stand. Für diese Person sollte man nun (möglichst unauffällig) ein Engel sein und ihr immer wieder Aufmerksamkeit schenken. Meiner Meinung nach hat das sehr gut geklappt und jeder hat sich am Wochenende mal beengelt gefühlt.

Bevor wir uns am Samstagvormittag mit Gleichnissen beschäftigten, gestalteten wir gemeinsam das Plakat zum Pfingstkurs mit unseren eigenen Händen. Symbolisch dafür, dass jeder am Reich Gottes mitbaut. Anschließend teilten wir uns in Kleingruppen auf. Jede Gruppe bekam Wortschnipsel aus denen sie eine Bibelstelle Puzzeln musste. Alle Bibelstellen waren Gleichnisse in denen Jesus vom Reich Gottes spricht. In der Gruppe redeten wir darüber, was uns an dem Gleichnis anspricht und ob Jesus es in der heutigen Zeit noch genauso erzählen würde. In meiner Gruppe ging es um das Senfkorn, dass zu einem großen Baum wird und Schutz bietet für die Vögel (Mk 4,30). Wir überlegten relativ lange, aber uns fiel einfach kein besseres Beispiel ein, um zu zeigen wie aus etwas kleinem, unscheinbarem etwas ganz großes wird, dass dazu noch Schutz bietet. 
Das Gleichnis vom Sämann, Lk 8,4-8 Zwar kamen uns viele Dinge in den Sinn, die erst klein sind und dann groß werden, wie zum Beispiel ein zusammklappbarer Regenschirm, ein Zelt oder Feuer, aber bei allem fanden wir etwas, dass nicht alle Aspekte des Gleichnisses beachtete, meistens fehlte der Aspekt des Schutzes. Darum waren wir uns alle einig, dass das Beispiel mit dem Baum eindeutig am passensten ist und auch heute noch richtig aktuell. Dann veränderten wir das Gleichnis, sodass wir es in der Abendrunde vorstellen konnten. Es war schön, wie unterschiedlich die verschiedenen Gruppen ihre Gleichnisse umgesetzen haben. So hatten wir am Ende ein getanztes Gleichnis, dass man sehr gut nur durch Gesten erkennen konnte, zwei Theaterstücke und eine Darstellung mit Wasser. Ein sehr interessanter und auch lustiger Abend.

Aber zurück zum Mittag. Es gab leckere Spaghetti Bolognese und zum Nachtisch einen frischen Obstsalat. In der Mittagspause konnten wir dann draußen das schöne Wetter genießen. Manche spielten Volleyball, andere langen draußen in der Sonne. Nachmittags stand dann die Baustelle wieder mehr im Vordergrund. Im Innenhof hatten wir vorher bereits einige Steine herausgenommen. Nun bekam jeder eine von diesen Lücken im Boden und durfte diesen Stein aus Beton neu gestalten. Also wenn ihr mal wieder in Nütschau seit, schaut euch gerne den Innenhof mit den schönen bunten Steinen an!
Kurz vor der Vesper wurde das Jugendhaus dann zu einer wirklichen Baustelle. Aufgrund eines Lecks in der Wasserleitung zum Jugendhaus wurde uns das Wasser abgestellt und so gab es fast im ganzen Jugendhaus keine fließend Wasser mehr. Eine interessante Erfahrung. Aber auch das fehlende Wasser konnte die gute Gruppenstimmung nicht verändern.

Sonntag brunchten wir nach der Messe und bis zur Nachmittagseinheit nutzen wir das super Wetter noch ein bisschen aus. Anschließend beschäftigten wir uns mit den neun Früchten des Geistes: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Treue, Güte, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Diese Schätze waren auf dem Gelände versteckt und die Gruppe hatte die Aufgabe sie wiederzufinden, wobei jeder einzelne aus der Gruppe ein anderes Handykap hatte. Nur gemeinsam konnten die Schätze dann ins Jugendhaus getragen werden. Nachdem wir abends gegrillt hatten, schauten wir den Film Wie im Himmel“, einen sehr schönen schwedischen Film. Montag sangen wir im Gottesdienst das Lied O Herr, gieße Ströme des lebendiges Wassers aus“. Das Lied passte nicht nur sehr gut zu Pfingsten an sich, sondern auch zur Wassersituation im Jugendhaus. Mit der Abschlussrunde nach dem Mittagessen war der Kurs dann auch leider schon wieder vorbei. Für mich war es ein richtig schöner Kurs mit einer super Gruppe. Schade, dass die Zeit so schnell um war. Das Reich Gottes war nicht nur thematisch im Mittelpunkt, sondern meiner Meinung nach durch die tolle Gruppe auch schon direkt erfahrbar.
